Russland sieht Chance für neue Ukraine-Verhandlungen | Aktuell Europa | DW

0
12


Mit der Einigung auf einen Sonderstatus für die umkämpften Gebiete im Osten der Ukraine ist der Weg frei für ein Spitzentreffen im so genannten Normandie-Format – also mit Deutschland, Frankreich, der Ukraine und Russland. Wie Kreml-Sprecher Dmitri Peskov in Moskau mitteilte, wurde die Einigung, die am Dienstag zwischen russischen und ukrainischen Vertretern in der sogenannten Kontaktgruppe zur Ostukraine getroffen worden war, von der russischen Regierung gebilligt.

Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und von Bundesaußenminister Heiko Maas verständigte man sich zum Beispiel auf die Entflechtung von Truppen an der Demarkationslinie sowie auf einen Sonderstatus für den Zeitpunkt von Lokalwahlen in den Separatistengebieten.

Ukraine Kiew Gefangenenaustausch mit Russland Präsident Wolodymyr Selenskyj (picture-alliance/AP Photo/E. Lukatsky)

Begrüßung durch Präsident Wolodymyr Selenskyj in Kiew: Anfang September hatten Russland und die Ukraine Gefangene ausgetauscht

Eine dauerhafte Regelung für die Separatistengebiete soll es erst geben, wenn die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) die Wahlen als gültig einstuft. Auf diese Weise hoffen die von Moskau unterstützten Separatisten etwa, auch künftig ihre Muttersprache Russisch sprechen zu dürfen.

Die Hoffnung auf eine Entspannung in dem Konflikt hatte sich in den vergangenen Wochen verstärkt. Anfang September gab es einen spektakulären Gefangenenaustausch, bei dem die Ukraine und Russland jeweils 35 Häftlinge freigaben. “Wir haben den ersten Schritt getan”, sagte Selenskyj damals.

uh/kle (dpa, rtr, afp)





Source link