Lange Haft für Mörder von Berta Cáceres | Aktuell Amerika | DW

0
3


Gut dreieinhalb Jahre nach der Ermordung der bekannten honduranischen Umweltschützerin Berta Cáceres sind vier Täter zu jeweils 50 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Drei Mittäter müssen für 30 Jahre in Haft, wie ein Gericht in der Hauptstadt Tegucigalpa entschied. Die Männer waren bereits vor einem Jahr für schuldig befunden worden, nun wurde das Strafmaß festgesetzt.

Cáceres war im März 2016 in ihrem Haus in der Stadt La Esperanza im Westen des Landes erschossen worden. Ein mexikanischer Aktivist erlitt bei dem Angriff Verletzungen, was als Mordversuch gewertet wurde.

Kampf gegen “Agua Zarca”

Die Umweltschützerin setzte sich für die Rechte der Lenca-Indianer ein. So führte sie auch die Proteste der Ureinwohner gegen den Bau des Wasserkraftwerks “Agua Zarca” durch das Unternehmen Desa an. Für ihr Engagement war die vierfache Mutter mit dem renommierten Goldman-Umweltpreis ausgezeichnet worden.

Große Anteilnahme bei der Beerdigung von Berta Cáceres 2016 in La Esperanza

Der Mord an Cáceres hatte international Empörung ausgelöst. Unter den Verurteilten sind neben Auftragsmördern und Soldaten auch Desa-Mitarbeiter.

Nach dem Anschlag stellte der deutsche Technologiekonzern Voith seine Lieferungen für das umstrittene “Agua Zarca”-Projekt ein. Über ein Joint Venture sollten Voith und Siemens Turbinen, Generatoren und Automatisierungstechnik im Wert von rund acht Millionen Euro an Desa liefern.

wa/kle (dpa, ap, afp)





Source link